2003 HSF - Nakayoshi-Ken

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2003 HSF

Eiteitei

Hallo Listies!
Es ist der zweite Tag nach dem HSF( Hunde Sabber Fest ), ich heisse Laki und bin Punker. Punker aus Leidenschaft!! Kein Akitapunker, darum dürfte ich hier eigentlich auch nichts erzählen, aber meine Lebensgefährtin Miko ist ein Akita und etwas schüchtern. Macht ja nix, dafür rede ich wie mir meine Mischlingsschnauze gewachsen ist und erzähle jetzt auf meine Punkerart vom HSF.

Ein HSF ist jedes Jahr kaum zu ertragen, es riecht überall gut und alle rennen mit dem duftenden Zeug hin und her.
08:00 Uhr Herrchen geht in die Scheune und kommt mit Fleisch am Stil. Akitalady und ich sitzen und beginnen unser Sabberfest vorm Küchentisch. Es ist hundeunwürdig: wir bekommen kein Filet-eis!
08:30 Uhr Frauchen beginnt platte Fleischscheiben, Eier, platten Käse, platten Fisch emsig von der Küche in das Esszimmer zutragen. Erst sitzen wir wie bei einem Tennismatch und gucken nur: Frauchen rechts, Frauchen links-rechts-links. . . Punkervorschlag: Los, gemeinsam Frauchen zu Fall bringen!
Attacke wirkt nicht, Frauchen hält die Aufschnittplatte fest und meckert nur über den Slalom um zwei Hunde herum. Meine Akitafreundin tut was sie wirklich gut kann, sie legt sich in den Weg. OOOh nein, auch die Kurve schlägt Frauchen ohne den Fleischberg abzuwerfen.
8:45 Uhr All der gute Kram steht auf dem Tisch und die Zweibeiner beginnen mit der Stopferei (die sie auch noch zwei Tage später fortführen werden)! Die ersten Zweifel kommen, leichte Punkerdepressionen, aber eine Kämpfernatur gibt nicht auf. Ich sitze mit hochgestreckter Nase da und hoffe, dass Salami fliegen kann. Miko macht ihre Variante und frisst Krümel vom Boden. Erst hab ich über ihre Blödheit innerlich gelacht, später hab` ich eingesehen, dass Krümel besser wären als auf fliegenden Aufschnitt zuhoffen. :-(( 
09:30 Uhr Es gibt einen Hundegott!! Die verfressenen Zweibeiner hatten zuviel plattgedrückten Fleisch- und Käsekram! Eine zweite Chance, wir umgarnen Frauchen erneut auf dem Weg zum Kühlschrank, etwas fordernder. Punker jaulen nicht, aber in der Not. . . Ich jaule, Akitamaus grumpft! Frauchen wird uns hören, jetzt, ganz sicher. Frauchen öffnet mit freundlichem Gesicht die Tür zum Garten und meint wir wollen raus. Ich stehe nur entsetzt da und gaffe sie an, den Akita muss sie schon fast rausschieben. Draußen stehen wir zwei hungrigen Tiere und veranstalten den Wettkampf „Wessen Magen knurrt am lautesten". Nur interessieren tut das keinen. Miko hält sich vor Kohldampf kaum noch auf ihren Beinen.
11:00 Uhr Carina (unser Mini-Frauchen) findet was im Bauernschrank im Esszimmer und juchzt laut. Nase hoch! MMMMMMMMMMH Schokozeug. Duettsabbern von Miko und Laki neben Carina. Jooo, Frauchen sagt: "Carina iss nicht soviel Schokolade". Bestimmt damit wir Trauerweiden jetzt endlich auch was kriegen.
11:15 Uhr Carina hat mit vollgeklebten Händen und einem braunen Mundwinkel die leckere Schokolade zurück in den Bauernschrank gestellt. Ich ringe nach Atem, glaube ohnmächtig zu werden - aber nein, da steht Frauchen auf!

11:30 Uhr Nun sind wir dran, es soll wohl für uns Cocktailwürstchen geben. Grundsabberstellung:
Ein Sabberer rechts von Frauchen,
ein Sabberer links.
Die Dose wird geöffnet, das gut riechende Wasser weggeschüttet und die Würstchen landen in einer Schale . . . im Kühlschrank. Ich drehe durch, der Akita fällt kraftlos zu Boden. Sieht die denn unsere Not nicht?
12:00 Uhr Kurz vorm Wahnsinn ziehen die Zweibeiner uns entkräftet an den Leinen aufs Feld. Mit einem vollen Bauch wäre es entschieden besser, so schleppen sie zwei ausgehungerte Hunde hinter sich her.
14:00 Uhr Nö, nö, nö. Frauchen, nicht Kekse und Kuchen rumschleppen. Nicht wieder den Teller festhalten. Ich beiss dir bald ins Bein, reiße an der Hose und zerstöre Gegenstände! Im Esszimmer sind nur noch Sabberflecken; soll sie ausrutschen auf unserer Hungerqual! 
15:00 Uhr Frauchen tritt an den Herd, ich glaube sie kann sich kaum noch vor lauter Essen im Bauch bewegen. Es kommen erste kleinere Rülpser, wir schleppen uns (oder rutschen auf der Sabberspur?) neben sie.
15:10 Uhr Gerüche von Pute, Brühe und Reis ziehen in unsere Nasen. WOW, lecker, cool - schmeiß runter! Selbst die guterzogene Akitahündin lässt ihr verdorbenes ICH raus. Sie wimmert und dreht sich im Kreis! Ja Miss Immerlieb bettelt sogar! Leider zeigt auch Frauchen ihr verdorbenes ICH und gibt nix ab. Es kommen nur blabla Sätze „Zu heiß ihr Süßen", „Nachher Püppi", „Miko hör mit dem Aufstand auf". Der Tierquäler öffnet wieder die Tür zum Garten, wir wollen da nicht raus! Ich überlege. Sitzstreik vor dem Küchentisch, Miko macht ohne Aufforderung mit.

16:10 Uhr Die Schweine bemerken nach einer Stunde unseren Streik! Es gibt lautes Gelächter, ich möchte dem Hundeteufel meine Seele verkaufen für das Plakat
GIBT SOFORT WAS ZU FRESSEN ODER WIR VERHUNGERN!
16:30 Uhr Stimmung kommt ins Haus, alle stehen auf. Miko sieht schon sehr elend aus, ich habe durch den Stress sicher abgenommen. Was machen sie nun? Gibt es lecker Fressi?
16:31 Uhr Teller werden geschleppt, Herrchen packt Fett in einen Topf und Frauchen, die Zimtzicke? Sie schneidet Fleisch in hundecoole Häppchen. Miko, heute wird unser Tag - der Zweibeiner-Partyservice serviert Büfett à la Carte!
16:50 Uhr Die Egoisten sammeln und packen alles wieder auf ihren Tisch. Ich werde mutlos, der Akita schon fast suizidal. Ich schmeiß all meine Lieblingsspielsachen vor ihre Füße, verkaufe Igel und Lieblingsball, aber sie geben nicht ein Stück her. Schande über unser Rudel, die packen das tolle, rohe Fleisch in einen Fetttopf und tunken es dann in stinkende dünne Flüssigkeit.
17:30 Uhr Frauchen sitzt auf dem Stuhl und windet sich wie ein Aal. Eigentlich sieht sie aus als hätte sie was Rundes verschluckt. Die Rülpser werden lauter. Ich schlag mit dem Kopf auf den Fußboden, Miko liegt auf dem Rücken und spielt verhungerter Akita.
18:00 Uhr Die haben ihre Häppchen nicht aufgegessen. Wir sind so frustriert. Beide liegen und sabbern still vor sich hin. Sollen die doch ersticken an ihren Fresspaketen. Nein, ich steh nicht mehr auf, hier bleib ich nach 10 Stunden sabbern liegen und verhungere mit meiner allerliebsten Akitafreundin.
18:10 Uhr Wir sehen aus den Augenwinkeln, wie Frauchen die rohen Häppchen im Kühlschrank verstaut, ich wimmere leise auf, weil Punker nicht weinen. Der Akita stöhnt, sehr laut. Plötzlich: Frauchen ruft uns! Sabbersprint zu ihr und wir bekommen suuuuuuuuperleckeres HSF Fressen!
19:00 Uhr Die Zweibeiner stöhnen vollgefuttert auf den Stühlen und meine kleine Akitamaus und ich liegen im warmen Esszimmer mit dicken, kugelrunden Bäuchen.
Nächstes Jahr am 24. Dezember ist wieder HSF und da bringen wir irgendeinen schon am Vormittag zu Fall !!!!

Mit lieben Grüssen an alle geschädigten HSF Hunde
Punkerteufel Laki und Akitalady Miko  


 
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